„Ostern ist das zentrale Ereignis im christlichen Glauben: der Moment, in dem wir an der Seite Jesu gehen und eingeladen sind, ein Leben im Zeichen der Auferstehung zu führen. Wir feiern die Hoffnung, dass das Leben stärker ist als der Tod und dass die Liebe die Kraft hat, alles zu verwandeln. Unter dem diesjährigen Motto „Wagen wir es zu lieben“ (Arrisquem-nos a estimar) wurden junge Menschen dazu ermutigt, eine mutige, engagierte und lebendige Liebe zu leben, eine Liebe, die über sich selbst hinausgeht, die zuhört, annimmt und sich in den Dienst anderer stellt.“
Von dieser Botschaft inspiriert machten wir vom Jugendhaus der Maristen uns auf den Weg zum Jugendostern 2026 in Spanien, organisiert von den Maristen Kataloniens. Unsere Gruppe bestand aus insgesamt acht Personen, fünf Jugendlichen und drei Erwachsenen. Am Morgen des 1. April begann unsere Reise mit dem ersten Ziel in Frankreich: Rosey bei Marlhes. Dort, im Geburtsort des heiligen Marcellin Champagnat, durften wir eine Nacht verbringen und wurden von den Maristenbrüdern vor Ort herzlich aufgenommen.


Am Gründonnerstag setzten wir unsere Reise fort und erreichten am Nachmittag das Kloster Les Avellanes in Katalonien, wo die Osterbegegnung stattfand. Nach einer warmen Begrüßung nahmen wir bereits am Abend an den Feierlichkeiten zum Letzten Abendmahl teil, einschließlich der Fußwaschung und der Einsetzung der Eucharistie: ein bewegender Einstieg in die kommenden Tage.


Der Karfreitag stand ganz im Zeichen des Kreuzwegs. Gemeinsam mit etwa 170 Teilnehmenden – Jugendlichen und Erwachsenen – machten wir uns in einer Atmosphäre der Stille und des Gebets auf den Weg zu einem nahegelegenen Berg. Abwechselnd trugen die Jugendlichen das Kreuz bis zum Gipfel und erinnerten so an den Leidensweg Jesu. Der Tag fand seinen Abschluss in einer eindrucksvollen Kreuzverehrung am Abend.


Am Karsamstag lag der Fokus auf der Vorbereitung auf die Auferstehung. In persönlichen und gemeinschaftlichen Momenten der Reflexion, des Austauschs und der Stille konnten wir das Erlebte vertiefen. Höhepunkt des Tages war die feierliche Osternacht: Mit großer Freude wurde das „Halleluja“ angestimmt und die Auferstehung Christi gefeiert. Der Abend ging über in ein lebendiges Fest mit Tanz und einem Talentabend, bei dem die Vielfalt und Kreativität der Gruppe sichtbar wurde.


Nach einer Sendungsfeier am Ostersonntag traten wir die Weiterreise an. Die folgenden Tage nutzten wir, um die Region näher kennenzulernen. Auf dem Programm standen unter anderem das beeindruckende Kloster Montserrat, die weltberühmte Basilika Sagrada Família sowie die historische Altstadt von Barcelona. Auch ein Besuch am Meer durfte nicht fehlen. Ein besonderer Dank gilt den Maristenbrüdern der Kommunität in Barcelona, die uns mit großer Herzlichkeit aufgenommen haben.
Erfüllt von Freude, Gemeinschaft und spirituellen Erfahrungen kehrten wir schließlich nach Hause zurück. Unser herzlicher Dank gilt allen, die dieses besondere Treffen organisiert und unsere Teilnahme ermöglicht haben.
Neimir Mentges
Leiter des Jugendhaus




